Rechenbeispiel: Einfamilienhaus mit 8 kWp in Frankfurt
Beispiel. Ein Einfamilienhaus in Frankfurt mit Satteldach nach Süden, 35° Neigung und ohne Verschattung verbraucht 4.000 kWh Strom im Jahr. Auf das Dach kommen 8 kWp, einmal ohne und einmal mit einem Speicher von 6 kWh, was nach der Faustregel der HTW die Obergrenze für diesen Verbrauch ist.
| Annahme |
Wert |
Quelle |
| Ertrag |
1.080 kWh je kWp, bei 8 kWp also 8.640 kWh im Jahr |
PVGIS, Standort Frankfurt |
| Verbrauch aus eigener Erzeugung (Autarkie) |
36 % ohne, 72 % mit Speicher |
HTW-Unabhängigkeitsrechner |
| Wirkungsgrad des Speichers |
90 % |
Rechenansatz Fraunhofer ISE |
| Preis der Anlage |
1.820 € je kWp |
Verbraucherzentrale, Mittelwert für über 6 bis 8 kWp, 28.08.2026 |
| Preis des Speichers |
510 € je kWh |
Verbraucherzentrale, Mittelwert für 4 bis 6 kWh, 28.08.2026 |
| Strompreis |
37,0 ct je kWh, zum Vergleich 38,78 ct |
BDEW; Mainova-Grundversorgung |
| Einspeisevergütung |
7,70 ct je kWh, 20 Jahre |
Bundesnetzagentur, Inbetriebnahme bis 31.12.2026 |
| laufende Kosten |
1 % des Anlagenpreises im Jahr |
Rechenansatz Fraunhofer ISE |
| Messsystem und Steuerbox |
je 50 € im Jahr |
§ 30 MsbG, Preisblatt NRM |
| Strompreis in Zukunft |
bleibt gleich |
eigene Annahme |
| Steuer |
0 % Umsatzsteuer, Einnahmen steuerfrei |
§ 12 Abs. 3 UStG, § 3 Nr. 72 EStG |
Ohne Speicher kommen 36 % von 4.000 kWh vom Dach, also 1.440 kWh, und der Rest der Erzeugung geht ins Netz. Mit Speicher sind es 2.880 kWh, davon 1.440 kWh aus dem Speicher. Weil beim Laden und Entladen Energie verloren geht, müssen dafür 1.600 kWh eingeladen werden, die dann nicht eingespeist werden.
| Rechnung je Jahr, Beträge in Euro |
ohne Speicher |
mit 6 kWh Speicher |
| Investition |
14.560 |
17.620 |
| selbst genutzter Solarstrom in kWh |
1.440 |
2.880 |
| eingespeister Strom in kWh |
7.200 |
5.600 |
| gesparter Netzstrom zu 37,0 ct |
532,80 |
1.065,60 |
| Einspeisevergütung zu 7,70 ct |
554,40 |
431,20 |
| laufende Kosten |
−145,60 |
−176,20 |
| Messsystem und Steuerbox |
−100 |
−100 |
| Überschuss im Jahr |
841,60 |
1.220,60 |
| Jahre, bis die Investition eingespielt ist |
17,3 |
14,4 |
Eigene Rechnung aus den Annahmen darüber. Kosten einer Finanzierung sind nicht enthalten.
Mit Speicher ist die Anlage in diesem Beispiel früher bezahlt, obwohl sie mehr kostet. Das liegt am Abstand zwischen Strompreis und Vergütung, denn jede Kilowattstunde, die der Speicher in den Abend verschiebt, bringt 37,0 ct statt 7,70 ct. Der Speicher hält laut Verbraucherzentrale 10 bis 15 Jahre, ein Ersatz kann also in die Zeit fallen, in der sich die Anlage gerade bezahlt macht. In der Rechnung ist er nicht enthalten, das Fraunhofer ISE setzt dafür nach 15 Jahren 40 bis 50 % des ursprünglichen Speicherpreises an.
| Jahre bis zur Amortisation |
ohne Speicher |
mit 6 kWh Speicher |
| BDEW-Durchschnitt, 37,0 ct |
17,3 |
14,4 |
| BDEW-Durchschnitt, mit Klimabonus 20 % |
13,8 |
11,6 |
| Mainova-Grundversorgung, 38,78 ct |
16,8 |
13,9 |
| Mainova-Grundversorgung, mit Klimabonus 20 % |
13,4 |
11,1 |
Eigene Rechnung. Klimabonus angenommen auf den vollen Preis von Anlage und Speicher, mit Zusage vor dem Auftrag.
Den Klimabonus der Stadt Frankfurt gibt es für Solaranlagen und für Speicher, die zusammen mit einer neuen Anlage gebaut werden, jeweils mit 20 % der förderfähigen Kosten. Mit der Maßnahme darf erst nach der Zusage begonnen werden, deshalb gehört der Antrag vor den Auftrag. Wie der Antrag abläuft und welche Kredite sich dazu kombinieren lassen, steht unter Förderung für Photovoltaik in Frankfurt.