Die Fehlersuche beginnt am Wechselrichter, weil dort Störungen, Strangwerte und der Ertragsverlauf gespeichert sind. Danach gehen wir den Weg des Stroms zurück bis zum Modul.
Der Wechselrichter meldet eine Störung
Der Wechselrichter, das Gerät, das den Gleichstrom der Module in Haushaltsstrom umwandelt, ist nach der Verbraucherzentrale eines der am stärksten beanspruchten Bauteile. Laut photovoltaik.info altern seine Kondensatoren und Halbleiter umso schneller, je wärmer er steht. Manche Störung lässt sich mit einer neuen Einstellung oder einem Software-Update beheben, bei anderen tauschen wir Bauteile oder das ganze Gerät.
Kabel, Stecker und Tierbiss
Lose Stecker, gequetschte Leitungen und angenagte Kabel finden wir mit Sichtprüfung, Isolationsmessung und Wärmebild. Viele Hersteller bieten Wechselrichter an, die einen Lichtbogen erkennen und dann den Gleichstrom unterbrechen (Fraunhofer ISE). Hat Ihr Gerät diese Funktion nicht, sehen wir uns die Steckverbinder besonders genau an.
Ein Strang bringt zu wenig
Liegt ein einzelner Strang deutlich unter den anderen, ist häufig Schatten oder Schmutz an wenigen Modulen die Ursache. Weil die Module in Reihe geschaltet sind, kostet eine teilweise verschmutzte Fläche mehr Ertrag, als ihr Anteil an der Fläche vermuten lässt (Fraunhofer ISE). Ist ein Modul selbst beschädigt, tauschen wir es gegen ein elektrisch passendes Modul.
Steuerbox und Einspeisegrenze
Für Anlagen unter 25 kW, die seit dem 25.02.2025 ohne Smart Meter und Steuerbox ans Netz gegangen sind, gilt eine Grenze. Sie dürfen höchstens 60 % ihrer installierten Leistung einspeisen (§ 9 Abs. 2 Nr. 3 EEG). Nach einem Gerätetausch muss diese Grenze wieder richtig eingestellt sein, und das kontrollieren wir bei jedem Termin. Welche weiteren Folgen das Solarspitzengesetz für die Vergütung hat, erklärt der Ratgeber zur Einspeisevergütung und zu negativen Strompreisen.