Bei einer neuen Anlage hängt der Speicher meist auf der Gleichstromseite an einem Hybridwechselrichter, der Module und Batterie gemeinsam steuert. Fast 9 von 10 neuen Speichersystemen in Eigenheimen wurden 2024 so gebaut (HTW Berlin).
Hybridwechselrichter und DC-Kopplung
Bei der DC-Kopplung lädt der Hybridwechselrichter die Batterie direkt mit dem Gleichstrom der Module, bevor dieser fürs Hausnetz in Wechselstrom umgewandelt wird. Weil dabei ein Umwandlungsschritt wegfällt, haben DC-gekoppelte Systeme im Schnitt etwas geringere Verluste als Speicher mit eigenem Batteriewechselrichter (Verbraucherzentrale). Bei Dächern mit zwei Ausrichtungen achten wir darauf, dass der Wechselrichter getrennte Eingänge für beide Modulfelder hat.
Wirkungsgrad des Speichersystems
Für die Ersparnis zählt neben der Kapazität, wie wenig Energie das System beim Laden, Speichern und Entladen verliert. Im Referenzfall der HTW kostet jeder Prozentpunkt mehr Verlust 26 € im Jahr, zwischen einem effizienten und einem ineffizienten System liegen 200 € im Jahr. Deshalb vergleichen wir Speicher auch nach ihren Ergebnissen in der Stromspeicher-Inspektion.
Lebensdauer und Garantie
Die Verbraucherzentrale rechnet für einen Heimspeicher mit 10 bis 15 Jahren Lebensdauer. Bei den Systemen der HTW-Inspektion 2026 reichen die Produktgarantien von 5 bis 10 Jahren und die Leistungsgarantien von 10 bis 12 Jahren, mit 60 bis 80 % Restkapazität am Ende. Weitere Batteriemodule lassen sich bei den meisten Herstellern später ergänzen, bei einzelnen Systemen nur in den ersten zwei Jahren.
Notstrom und Ersatzstrom
Eine Versorgung bei Stromausfall gehört bei Speichern nicht zur Grundausstattung (Verbraucherzentrale NRW). Mit Notstrom ist meist eine einzelne Steckdose für wenige Geräte gemeint, mit Ersatzstrom die Versorgung des ganzen Hausnetzes. Alle acht Systeme der HTW-Inspektion 2026 können Ersatzstrom liefern, brauchen dafür aber Zusatzteile wie einen Netztrennschalter.